Der Ursprung im Buschenschank Erika in der Steiermark
Wir waren zu dritt, als wir 2005 von Graz aus nach Süden fuhren: Willi Beck, Klaus Sußmann und Hans van Treeck. Einige recht erfreuliche Tage und Begegnungen lagen bereits hinter uns – vor uns lag der Buschenschank Erika, der uns bei kühlem Wein wärmstens empfohlen worden war. Dann saßen wir im Garten, tranken ein Glas Wein, blickten weit hinaus ins Land und fühlten uns mit Verlaub sauwohl.
Einer sprach das aus und ergänzte: „… und schöne Gartenmöbel haben sie hier.“ Die Sitzprobe hatten wir ja schon gemacht, jetzt schauten wir uns um: ganz normale Holzstühle und Holztische, ohne Schnickschnack, bequem, solide, wetterfest. Der Zweite ergriff das Wort und sprach: „Und kein Plastikzeugs, wie gestern.“ Der Dritte stellte einen Stuhl auf den Tisch, wir betrachteten ihn von allen Seiten, sahen, dass er gut war – und fotografierten ihn.
Und dann tranken wir wieder einen Schluck.
„Man sollte eigentlich“, sprach einer von uns, und es lässt sich nicht mehr feststellen wer das nun war, „man sollte eine Gesellschaft gründen, die sich Holzstühle, Holzbänke für das Sitzen im Freien verpflichtend auf die Fahne schreibt.“
Und dann tranken wir wieder einen Schluck.
Die Idee aber und ein Bild sozusagen des Ur-Stuhls, die haben wir mitgenommen, erst nach Graz, dann jeder für sich weiter nach Dachau, Gilching und Hamburg. Und wir haben die Sache weiterverfolgt bis heute. So ist sie entstanden, die Urzelle der Gesellschaft der Holzsitzer von 2005. Möge sie wachsen und gedeihen und das Plastkzeugs in die Schranken weisen.
Und darauf sollten wir ein Glas trinken.